Mit Pflanzen Zecken vertreiben

Katzenminze, Rosmarin, Rainfarn, Schmalblättrige Lavendel oder Dalmatinische Insektenblume?

Zecken sind nicht nur ein unschönes Problem, sie können einen leider auch krank machen. Sie können Würmer oder Bakterien wie die von der Borreliose übertragen. Sobald man die Zecken sieht, sollten sie gezogen werden, um das Übertragungsrisiko zu verringern. Beim Ziehen soll nicht auf den Körper gedrückt werden sowie auch der Kopf entfernt werden soll.

Ist an der Einstichstelle am nächsten Tag eine großflächige Rötung, hat man sich vielleicht bereits mit der Borreliose infiziert, die ohne eine schnelle Behandlung mit Antibiotika nach Jahren tödlich enden kann. Keine Zecken im eigenen Garten zu haben, wäre deswegen für den Menschen, seine Haustiere und viele Gartentiere besser. Es geht ganz einfach, wenn verteilt im Garten überall ein paar Pflanzen gesetzt werden, deren ätherische Öle die Zecken fern halten.

Pflanzen gegen Zecken

  • Katzenminze – Nepeta mussinii
  • Rosmarin – Rosmarinus officinalis
  • Rainfarn – Tanacetum vulgare
  • Schmalblättrige Lavendel – Lavandula angustifolia
  • Dalmatinische Insektenblume – Tanacetum cinerariifolium

Die Katzenminze – Nepeta mussinii

Die Katzenminze wird rund 40 cm hoch und ihre Blüten ähneln denen vom Lavendel. Sie breitet sich leicht aus und blüht von Juli bis September. Sie erzeugt dann ätherische Öle, die Zecken abhalten werden. Es werden allerdings Katzen angelockt. Diese Art Katzenminze ist sehr einfach zu züchten, es gibt hunderte Arten von Minze. Es sollte diese Art erstanden werden, die Saat gibt es im Versandhandel.

Katzenminze bei Katzen beliebt, nicht bei Zecken

Katzenminze bei Katzen beliebt, nicht bei Zecken

Rosmarin – Rosmarinus officinalis

Viele kennen den Rosmarin als Küchenkraut. Er ist nicht winterhart aber kann im Topf den Sommer draußen stehen und im Winter drinnen. Er hat sogar eine heilende Wirkung, wenn er bei den entsprechenden Krankheiten richtig angewendet wird. Der Geruch vom Rosmarin wird wird nicht nur Zecken sondern auch Insekten abhalten. Er liebt sonnige Plätze mit einem durchlässigen Boden, bei dem keine Staunässe auftreten wird. Der pH Wert sollte neutral sein.

Rainfarn – Tanacetum vulgare

Rainfarn wächst als „Unkraut“ am Straßenrand, sieht nicht so hübsch aus aber wird in vielen Gärtnereien gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten verwendet. Der Geruch von Rainfarn erinnert an Kampfer. Deswegen hält er Zecken und Insekten auf Abstand. Für die Kultivierung eigenen sich am ehesten schwere lehmige und auch nährstoffreiche Böden an Sonnenplätzen.

Schmalblättrige Lavendel – Lavendula angustifolia

Der Schmalblättrige Lavendel ist immer grün und hat neben den silbergrauen Blättern weiße, lila oder rosa Blüten, die intensiv riechen. Wegen dem Geruch der ätherischen Öle werden neben Zecken auch Mücken abgehalten. Der Schmalblättrige Lavendel sollte auf einen leicht alkalischen Boden mit einem pH Wert von ca. 6,5 bis 7,5 gesetzt werden. Der Boden soll durchlässig sein und nicht zur Staunässe neigen. Die pflegeleichte Pflanze kann durchaus Trockenheit überstehen. Durch ein Zurückschneiden im Frühjahr wird er in den Folgejahren schöner wachsen.

Dalmatinische Insektenblume – Tanacetum cinerariifolium

Die Dalmatinische Insektenblume setzt in ihren ätherischen Ölen Giftstoffe frei, die für viele oder alle Insekten tödlich wirken werden. Die Pflanze blüht von Juni bis August und mag die Sonne, durchlässige und fruchtbare Böden und wird neben Zecken auch viele Insekten fern halten.

Ergänzend zum Zecken vertreiben

Neben den passenden Böden und Sonnenlagen sollte man sich immer genau überlegen, ob die Pflanze vielleicht doch keine gute Wahl für den eigenen Garten darstellt. Wenn neben den Zecken auch die Insekten vertrieben werden, würden einige Pflanzen nicht bestäubt werden und einige Tiere hätten weniger Nahrung.

Diese Pflanzen müssen natürlich erst einmal blühen und die ätherischen Öle erzeugen, um die Zecken fern zu halten. Sie halten diese deswegen vielleicht nicht das ganze Jahr fern. Aber solange die „Zeckenabwehr“ gut verteilt im ganzen Garten angepflanzt wird, wird sie nicht nur für das laufende sondern auch die folgenden Jahre Wirkung zeigen. Wenn die Zecken sich nicht vermehren, gibt es im nächsten Jahr an den Stellen weniger Zecken und das auch während der Zeiten, wo diese Zeckenpflanzen gerade nicht blühen.

Möglicherweise macht es sogar Sinn, einige Pflanzen gegen Zecken zu kombinieren oder einige nur in Teilen vom Garten zu setzen. Weniger Zecken im Garten zu haben, macht in jedem Fall Sinn.